Seebären
[[Das nächste Piratenabenteuer]]Seit „Sid Meier’s Pirates!“, das vor über zehn Jahren erschien, gab es eigentlich kein großartiges Spiel mehr, das auf den Weiten der alten Weltmeere spielt. Doch nun macht Akella, der russische Entwickler, der bereits mehr als dreißig der besten Spiele und Multimedia-Anwendungen Russlands hervorgebracht hat, dem in die Jahre gekommenen „Pirates!“ ernsthafte Konkurrenz.
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Ursprünglich hieß das Spiel „Corsairs“, doch als Akella feststellte, dass Microids ein Spiel mit demselben Namen herausbringen würde, änderte Akella den Namen ihres Projekts in: „Sea Dogs – Between the Devil and the Deep Blue Sea“. Im Gegensatz zu anderen Spielen, in denen man gezwungen war, seine riesige Piratenflotte bis ins Detail zu verwalten, konzentriert sich „Sea Dogs“ hauptsächlich auf die Aspekte des Kämpfens, Plünderns und Raubens, die das Piratengenre ausmachen. Eine der auffälligsten Änderungen ist beispielsweise, dass „Sea Dogs“ aus einer 3D-Perspektive in der ersten Person gespielt wird und nicht aus einer isometrischen Vogelperspektive.
[[Die Handlung]]Du beginnst das Spiel als junger Korsar (auch bekannt als „kleiner Pirat“) etwa um das Jahr 1630, wo du entweder Frankreich, Spanien oder England die Treue schwörst. Die Wahl der verschiedenen Länder bringt im Spiel unterschiedliche Vorteile mit sich, aber sobald du auf eine Mission geschickt wirst, um eine neue Inselgruppe zu erobern und zu befestigen, gründest du schließlich deine eigene Piratenbande. Nachdem du genug Schiffe deiner Feinde und anderer Piraten geplündert, geraubt und gestohlen hast, kannst du schließlich eine eigene Gruppe bilden. Du kannst dann die offiziellen Befehle des Landes, dem du dich angeschlossen hast, ignorieren und den Sieg anstreben, indem du die Kontrolle über alle Inseln übernimmst.
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Es gibt jedoch viele Möglichkeiten zu verlieren, darunter eine Niederlage im Kampf, Meuterei, Verhungern oder sogar das Auflaufen auf Grund. Es liegt also in deiner Verantwortung, deine Besatzung, deine Kanonen und deinen Handel zu managen. Außerdem musst du Befehle erteilen, um zu kämpfen, Festungen anzugreifen, Städte zu plündern und lokale Händler zu bestehlen. Im Spiel triffst du auf über 100 verschiedene, einzigartige Charaktere – manche werden dir helfen, andere werden dir das Leben schwer machen.
[[Das Spiel]]Natürlich wird es kein einfaches Spiel sein – es wird über 13 verschiedene, detailreich gestaltete Inseln geben. Acht davon werden von Städten besiedelt sein, andere stehen euch zur Besiedlung frei. Die Entwickler versprechen, dass dieses Spiel äußerst realistisch sein wird. Beispielsweise werden Flaggen und Segel sehr detailgetreu der jeweiligen Epoche nachempfunden sein, die Menschen, denen du begegnest, werden der Zeit entsprechende Kleidung aus dem 17. Jahrhundert tragen, und du wirst sechs verschiedene Kanonentypen mit vier verschiedenen Arten von Kanonenkugeln steuern können. Außerdem stehen dir 12 verschiedene, hochdetaillierte Schiffe zur Verfügung, mit denen du segeln kannst.
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Akella hat für dieses Spiel eine eigene 3D-Engine entwickelt. Diese wird in der Lage sein, bis zu 1.000 verschiedene Objekte gleichzeitig auf dem Bildschirm darzustellen. Zu den Wettereffekten gehören Blitze, Sturm, Regen und sogar Tornados in voller 3D-Pracht. Für diejenigen unter euch, die nicht über die neueste Hardware verfügen, bietet „Sea Dogs“ jedoch auch Software-Rendering an.
[[Multiplayer und Fazit]]„Sea Dogs“ wird außerdem einen Multiplayer-Modus bieten, der separat vom Einzelspieler-Modus veröffentlicht wird. So sieht zumindest der Plan zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels aus. Der Multiplayer-Modus wird drei Spielmodi umfassen: das bekannte Deathmatch sowie Koop- und Teamspiele. Doch auch bei den Multiplayer-Spielen müsst ihr mehr euren Verstand und eure Cleverness einsetzen als nur eure Feuerkraft, um den Gegner zu besiegen.
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Als erster ernstzunehmender Konkurrent zu einem Piratenspiel seit 'Sid Meier’s Pirates!“ muss „Sea Dogs“ hohen Erwartungen gerecht werden. Es muss die gleiche Tiefe im Gameplay und in der Taktik bieten wie „Pirates!“, und es muss die Grafik deutlich verbessern. In Zeiten von Voodoo-5- und GeForce-Karten würde man von den Entwicklern nichts Geringeres erwarten. Und nur weil Akella neu auf dem nordamerikanischen Spielemarkt ist, heißt das noch lange nicht, dass sich die Spieler mit einem miesen Spiel zufrieden geben werden. Akella hat große Fußstapfen zu füllen, aber hoffentlich kann es den Durst der Spieler nach einem wirklich, wirklich hervorragenden Piratenspiel stillen.
