Rainbow Six Siege steht nach dem Dezember-Hack vor einer zweiten Sicherheitskrise

Rainbow Six Siege steht nach dem Dezember-Hack vor einer zweiten Sicherheitskrise

Nur wenige Tage, nachdem Ubisoft Ende Dezember eine große Sicherheitslücke im Backend behoben hat, hat Rainbow Six Siege mit einer neuen Sicherheitskrise zu kämpfen. Der jüngste Vorfall ist mit einer neuen Welle von Kontosperren verbunden, die in der Spielergemeinschaft neue Bedenken hervorgerufen hat.

Ubisoft bestätigte, dass es diese Sperren nach der Überprüfung der Kontobewegungen ausgesprochen hat, sobald die Dienste wieder online waren. Obwohl das Unternehmen die Situation nicht als einen weiteren bestätigten Hack bezeichnet hat, haben der Zeitpunkt und das Ausmaß der Sperren viele Spieler dazu veranlasst, dies als einen zweiten, eindeutigen Vorfall zu betrachten. TheGamer berichtet, dass Ubisoft die betroffenen Konten noch überprüft.

Zeitleiste der beiden Rainbow Six Siege Vorfälle

Der erste Vorfall ereignete sich Ende Dezember, als sich Angreifer unbefugten Zugriff auf die Backend-Systeme von Rainbow Six Siege verschafften. Die Spieler erhielten plötzlich große Mengen an Spielwährung, seltene kosmetische Gegenstände wurden automatisch freigeschaltet und zufällige Sperren oder Aufhebungen von Sperren erschienen auf allen Konten.

Ubisoft reagierte, indem es die Siege-Server weltweit vom Netz nahm. Später nahm das Unternehmen die mit der Sicherheitsverletzung verbundenen Fortschritte wieder zurück. Berichterstattung von PC-Spieler und IGN bestätigte, dass Ubisoft den Vorfall im Dezember als ernsthaftes Sicherheitsversagen betrachtet. Ubisoft erklärte auch, dass persönliche Kontodaten nicht kompromittiert wurden.

Der zweite Vorfall ereignete sich kurz nachdem die Server wieder normal liefen. Spieler berichteten von plötzlichen Kontosperrungen mit ähnlicher Dauer und vagen Bezeichnungen für Verstöße. Viele betroffene Spieler berichteten von keinem ungewöhnlichen Gameplay oder der Nutzung von Exploits.

Was Ubisoft über die neue Bannwelle gesagt hat

Ubisoft gab an, dass die neuen Verbote das Ergebnis von Überprüfungen nach einem Vorfall sind, die darauf abzielen, Spieler zu identifizieren, die den früheren Exploit absichtlich missbraucht haben. Nach Angaben des Unternehmens konzentrieren sich diese Überprüfungen auf die Absicht und nicht auf die zufällige Exposition.

Ubisoft stellte außerdem klar, dass Spieler, die passiv nicht autorisierte Gegenstände oder Währung erhalten haben, nicht bestraft werden sollen. Wie bereits von TheGamer, Ubisoft bearbeitet weiterhin Einsprüche und korrigiert falsch positive Ergebnisse.

Warum dies als eine zweite Krise angesehen wird

Die beiden Vorfälle unterscheiden sich in Umfang und Auswirkungen. Bei dem Vorfall im Dezember wurden Bestände, Währungen und Live-Backend-Systeme beschädigt. Das neuere Problem konzentriert sich auf die Durchsetzung von Konten und die Ergebnisse der Moderation.

Da die Bannwelle auftrat, nachdem Ubisoft die Dienste wiederhergestellt hatte, glauben viele Spieler, dass es sich um einen separaten Fehler handelt, der mit den Systemen nach dem Einbruch zusammenhängt. Ubisoft hat diese Erklärung nicht bestätigt, aber auch die Möglichkeit weiterer Auswirkungen nicht ausgeschlossen.

Reaktion der Gemeinschaft und anhaltende Besorgnis

Die Reaktion der Community war gemischt. Einige Spieler unterstützen Ubisofts Bemühungen, den absichtlichen Missbrauch von Exploits zu bestrafen. Andere befürchten, dass die Entscheidungen zur Durchsetzung der Vorschriften so kurz nach einem großen Sicherheitsversagen unpräzise sein könnten.

Die Spieler haben auch das Fehlen von detaillierten Erklärungen zu den einzelnen Banns kritisiert. Ubisoft hat die betroffenen Spieler aufgefordert, über die offiziellen Support-Kanäle Einspruch zu erheben.

Was kommt als Nächstes für Rainbow Six Siege?

Ubisoft sagt, dass es nach dem Einbruch im Dezember neue Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat und weiterhin die Systeme überprüft, die mit der Durchsetzung von Konten verbunden sind. Das Unternehmen hat keine zusätzlichen Ausfallzeiten angekündigt.

Für die Spieler zeigt die Situation, wie Sicherheitsprobleme im Backend dauerhafte Störungen verursachen können, selbst nachdem die Server wieder online sind. Es bleibt abzuwarten, ob Ubisoft später bestätigt, dass es sich um eine separate Sicherheitslücke oder um einen ausgedehnten Fallout handelt.

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