UEFI-Firmware-Malware entdeckt, die das Potenzial für künftige Rootkit-Angriffe erhöht
Jeder hasst Malware, besonders wenn sie besonders heimtückisch ist. Glücklicherweise lässt sich Malware seit Jahren relativ leicht vermeiden, wenn man grundlegende Vorsichtsmaßnahmen trifft, doch das könnte sich bald ändern, denn die Ingenieure von Kaspersky haben eine neue Klasse von Rootkits entdeckt, die Ihr UEFI/BIOS infizieren können. Sie behaupten, dass sich diese Malware so gut verstecken kann, dass selbst eine vollständige Löschung Ihrer SSD sie nicht beseitigt.
Auch wenn Antivirenprogramme und Windows Defender Malware in der Regel schon im Keim ersticken, kannst du dich – falls dies einmal nicht der Fall sein sollte – meist auf eine altbewährte Methode verlassen, um alles zu beseitigen, was dir Probleme bereitet. Das Problem bei einem UEFI-Rootkit ist jedoch, dass es sich nicht auf Ihrer Festplatte oder SSD befindet, sondern auf dem kleinen BIOS-Chip auf jedem Motherboard. Das macht es unglaublich schwer, es loszuwerden.
Die neue Malware basiert auf einer weiterentwickelten Version des „Spy Shadow“-Trojaners aus dem Jahr 2016 und wurde sowohl auf Mainboards von Asus als auch von Gigabyte entdeckt. Glücklicherweise handelt es sich bislang ausschließlich um ältere H81-Mainboards mit einer älteren UEFI-Version, sodass möglicherweise bereits ein einfaches Update der Mainboard-Firmware ausreicht, um die Malware zu entfernen. Neuere Mainboards scheinen bislang nicht betroffen zu sein.
Das könnte sich in Zukunft jedoch ändern. Die Kaspersky-Entwickler warnten: “Die zahlreichen bisher entdeckten Rootkits weisen auf eine Schwachstelle in unserer Branche hin, die lieber früher als später behoben werden muss.”
Halten Sie Ausschau nach Firmware-Sicherheitspatches, die bald für ein System in Ihrer Nähe verfügbar sein werden.
