Kojima: Spiele müssen mit Filmen konvergieren, um zu überleben

Kojima: Spiele müssen mit Filmen konvergieren, um zu überleben

Hideo Kojima, der Schöpfer von ’Metal Gear Solid’, ist der Ansicht, dass sowohl Spiele als auch Filme zum Scheitern verurteilt sind, wenn sie nicht zu einer einzigen Kunstform verschmelzen, die den erzählerischen Schwerpunkt von Filmen mit der Interaktivität von Spielen verbindet.

Im Gespräch mit BBC Newsbeat Bei einem Rundgang durch das neue Studio von Kojima Productions in Tokio erklärte der berühmte Spieleregisseur, dass die Menschen immer beschäftigter werden und weniger Zeit für Unterhaltung haben als je zuvor. Es sei nur natürlich – so Kojima –, dass die Verbraucher Medien bevorzugen, die mehrere Erlebnisse in einem einzigen Erlebnis vereinen.

“Im Alltag sind die Menschen sehr damit beschäftigt, viele verschiedene Dinge zu erledigen. Die Zeit, die man hat, um zu entscheiden, welche Medien oder welche Unterhaltungsangebote man konsumieren möchte, wird immer knapper, weshalb sich immer mehr Menschen für Medienformen interessieren, die verschiedene Elemente miteinander verbinden.”

“Wenn wir einfach nur ein Spiel entwickeln, ist es weniger wahrscheinlich, dass die Leute sich dafür entscheiden. Sie würden lieber etwas tun, das verschiedene Formen der Unterhaltung miteinander verbindet. Genau darauf müssen wir unsere Bemühungen konzentrieren – auf diese Konvergenz.”

Kojimas Vision erinnert an „Quantum Break“, ein Spiel, das Third-Person-Action mit Live-Action-TV-Drama verband. Obwohl beide Aspekte von „Quantum Break“ gut umgesetzt waren, spaltete diese Genre-Mischung die Kritiker. Viele Kritiker lobten das Spiel für seine ausgefeilte Umsetzung, doch die Spieler waren größtenteils der Meinung, dass die langatmigen Live-Action-Abschnitte lediglich eine Ablenkung darstellten.

Megagames-Logo
The Hardcore Gaming Experience
Pioneering in offering game trainers and other hardcore gamer-centric content.