Valve entfernt mehrere Steam-Spiele nach Malware-Berichten
Valve hat mehrere Spiele von Steam entfernt, nachdem Spieler und Sicherheitsforscher potenzielle Malware-Risiken gemeldet hatten. Die betroffenen Titel lösten Antivirenwarnungen aus und zeigten nach der Installation ein verdächtiges Verhalten, was Valve zum schnellen Handeln veranlasste. Die Entfernungen unterstreichen die wachsende Herausforderung, ein offenes digitales Schaufenster sicher zu halten und gleichzeitig schnelle Spielveröffentlichungen zu ermöglichen.
Wie berichtet von PC-Spieler, meldeten Nutzer Bedenken an, nachdem sie eine Handvoll weniger bekannter Spiele heruntergeladen hatten, die Systemwarnungen auslösten. Einige Spieler bemerkten ungewöhnliche Hintergrundaktivitäten, während andere über Warnungen von Antivirensoftware berichteten. Obwohl nicht jede Warnung eine vorsätzliche bösartige Absicht bestätigte, veranlasste die Menge und Konsistenz der Berichte Valve zu einer Untersuchung.
Von Steam entfernte Spiele und was passiert ist
Valve hat keine offizielle, umfassende Liste der entfernten Titel veröffentlicht, aber mehrere Berichte von Spielern und Sicherheitsbehörden bestätigen, dass mehrere Spiele aufgrund von Bedenken bezüglich Malware entfernt wurden. Zu den bemerkenswertesten Fällen gehören die folgenden:
PirateFi war ein kostenloses Überlebens- und Bastelspiel, das aus den falschen Gründen Aufmerksamkeit erregte. Sicherheitsforscher entdeckten, dass Versionen des Spiels Infostealer-Malware enthielten, die Browserdaten und Kontoinformationen ausspähen konnte. Valve entfernte PirateFi nach Bekanntwerden dieser Entdeckungen, und Spieler, die das Spiel installiert hatten, wurden angewiesen, ihr System vollständig zu überprüfen. Der Fall wurde ausführlich beschrieben von TechCrunch.
Sniper: Phantom's Resolution Demo, eine Ego-Shooter-Demo, wurde ebenfalls entfernt, nachdem Benutzer verdächtiges Verhalten des Installationsprogramms gemeldet hatten. Die Analyse ergab, dass die Demo versuchte, sensible Systemdaten zu sammeln, was auf mehreren Rechnern Malware-Warnungen auslöste. Valve zog die Demo zurück, kurz nachdem die Berichte die Runde machten, wie berichtet von TechCrunch.
Ein weiterer aufsehenerregender Fall betraf BlockBlasters, ein 2D-Plattformer, der zunächst harmlos erschien. Ein späteres Update führte Berichten zufolge bösartigen Code ein, der darauf abzielte, Kryptowährung von betroffenen Nutzern zu stehlen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Malware beträchtliche Mengen an Kryptowährung von den betroffenen Systemen abzog, bevor Valve das Spiel entfernte. Einzelheiten über den Vorfall wurden von The Verge.
Chemia, ein Survival-Spiel mit frühem Zugang, wurde ebenfalls entfernt, nachdem Cyber-Sicherheitsforscher bösartige Komponenten entdeckt hatten, die mit dem Diebstahl von Krypto-Wallet- und Browserdaten in Verbindung stehen. Berichte deuten darauf hin, dass die Malware möglicherweise durch kompromittierte Entwicklungsdateien und nicht durch das ursprüngliche Spiel-Build eingeschleust wurde. Berichterstattung von Gam3s.gg beschreibt, wie die Sicherheitsverletzung entdeckt wurde.
Wie es diese Spiele auf Steam geschafft haben
Das Veröffentlichungsmodell von Steam stützt sich in hohem Maße auf automatisierte Prüfungen und Berichte nach der Veröffentlichung, statt auf eingehende manuelle Codeprüfungen. Dieses System ermöglicht es, dass jedes Jahr Tausende von Spielen auf den Markt kommen, erhöht aber auch die Abhängigkeit vom Nutzerfeedback, um Probleme nach der Veröffentlichung zu erkennen. In diesen Fällen spielten Berichte der Community und Sicherheitsanalysen von Drittanbietern eine zentrale Rolle bei der Identifizierung der problematischen Titel.
Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass Malware-Warnungen manchmal von schlechten Programmierpraktiken oder unsicheren Bibliotheken von Drittanbietern herrühren können. Wenn jedoch mehrere Benutzer ein ähnliches Verhalten auf verschiedenen Systemen melden, behandeln Plattformen wie Steam das Problem in der Regel als ernstes Risiko.
Was Valve gesagt hat und was Spieler tun sollten
Valve hat nicht bestätigt, ob alle entfernten Spiele absichtlich Schadsoftware enthielten. Das Unternehmen erklärte, dass es die betroffenen Entwicklerkonten und Software-Builds weiterhin überprüft. Entwickler können den Zugang zu Steam wiedererlangen, wenn sie die Probleme beheben und die Plattformregeln einhalten.
Für die Spieler zeigt die Situation, wie wichtig es ist, beim Herunterladen von neuen oder unbekannten Titeln vorsichtig zu sein. Die Verwendung aktueller Antivirensoftware und die Überprüfung von Nutzerfeedback können das Risiko verringern. Die rasche Entfernung durch Valve zeigt auch, dass das Melden durch die Community einer der effektivsten Sicherheitsmechanismen der Plattform ist.
Während der Steam-Katalog weiter wächst, erinnern Vorfälle wie dieser daran, dass selbst vertrauenswürdige Plattformen mit ständigen Sicherheitsproblemen zu kämpfen haben. Die Reaktion von Valve hat dazu beigetragen, die Gefährdung zu begrenzen, aber der Vorfall unterstreicht, warum Wachsamkeit sowohl für Spieler als auch für Shop-Betreiber wichtig ist.
